Neue Detailforderungen von Unverantwortlich!

…es besteht immer noch kein langfristiges Konzept für den Unterricht in Coronazeiten,
der Distanzunterricht verstärkt Chancenungleichheit wie nie zuvor und die
Abschlussjahrgänge müssen von Tag zu Tag im Ungewissen leben.

Auch wenn der Distanzunterricht dazu geführt hat, das Infektionsrisiko zu verringern,
bleibt das Handeln der Entscheidungsträger unverantwortlich!


Deshalb fordern wir von Bund, Land und Kommunen:

1. Abschaffung der Zentralen Prüfungen!
Wir fordern vom hessischen Kultusministerium, die zentralen Abschlussprüfungen dieses Jahr und auch zukünftig nicht mehr zentral, sondern wie vor 2007, dezentral durchzuführen. Die hessenweit, zentral erstellten Prüfungen führen aufgrund von lokalen, schulischen Unterschieden gerade bei den Corona-Abschlüssen noch stärker als sonst schon zu Ungerechtigkeiten. Ein Abschluss sollte die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Menschen hervorheben!

2. Wahlthemen bei Abschlussprüfungen!
Wir fordern für die Abschlussprüfungen Wahlbögen die verschiedene Themen berühren. Da die letzten 1,5 Schuljahre nicht vernünftig gestaltet werden konnten. Durch die erschwerte Lage können und konnten nicht alle Themen im vollem Umfang und der benötigten Intensität behandelt werden.

3. Veröffentlichung der Abiturthemen zur besseren Vorbereitung!
Wir fordern vom hessischen Kultusministerium, dass mindestens einen Monat vor Beginn der schriftlichen Abiturprüfungen, die Themenschwerpunkte der Halbjahre veröffentlicht werden. So können sich die angehenden Abiturienten und Abiturientinnen während des außerordentlichen Unterrichts besser und gezielter vorbereiten.

4. Anpassung des Leistungsbewertungs- und Notensystems!
Wir fordern eine überarbeitung des momentanen Leistungsbewertungssystem, in Absprache mit Schülerinnen und Schülern. Der schon vorher bestehende Leistungsdruck durch das momentane Benotungssystem, wird durch die Krise verstärkt. So werden SchülerInnen einer immer größeren psychischen Belastung ausgesetzt.

5. Bewertung im Distanzunterricht nur zum positiven!
Aufgrund der Gegebenheiten im Distanzunterricht, wie fehlende technische Ausstattung, eine schlechte Internetverbindung und dem Fehlen von Konzepten für einheitlichen Distanzunterricht, kann dieser nicht fair bewertet werden. Dennoch sollten Schüler*innen auch für ihren Fleiß im Distanzunterricht belohnt werden. Deshalb fordern wir, dass Noten während des Distanzunterrichts nur verbessert werden können.

6. Verringerung des Aufgabenumfangs im Distanzunterricht!
Aufgrund von Stress und eingeschränkteren Arbeitsmöglichkeiten fordern wir den Aufgabenumfang zu reduzieren, um weitere Belastung der Schüler*innen vorzubeugen. Dazu benötigt es einheitliche und verbindliche Regelungen, an welche sich Lehrer*innen zu halten haben.

7. Bereitstellung von Endgeräten für SuS im Distanzunterricht! 
SuS die nicht den Zugang zu einem Endgerät haben, mit dem sie am Unterricht teilnehmen können, sollte der Zugang zu diesem geschaffen werden, unabhängig von den einzelnen Schulen also vom Kreis und Land in Zusammenarbeit organisiert. 

8. Nutzung von öffentlichen Gebäuden für den Schulbetrieb!
Im Zuge der Pandemie stehen hunderte Gebäude der Stadt leer – Veranstaltungen sind untersagt. Deswegen fordern wir den Schulunterricht nach Bedarf in andere öffentliche Gebäude zu verlegen, damit die Einhaltung der AHA Regeln gewährleistet werden kann.

9. Echte Notbetreuung für Schüler*innen!
Wir fordern vom hessischen Kultusministerium ein transparenteres, gerechteres Konzept zur Notbetreuung, von Schüler*innen, die aus den verschiedensten Gründen keinen geeigneten Zugang zum Distanzunterricht haben. So ein Konzept soll mit der gesamten Schulgemeinde ausgearbeitet werden und benötigt mehr Personal zur Betreuung!

10. Mehr Fortbildungstage für Lehrkräfte zum digitalen Unterricht!
Es gibt bereits viele Angebote für Fortbildungen von Lehrer*innen. Diese können jedoch nur selten wahrgenommen werden, da der Bildungsurlaub für Lehrer*innen nicht ausreicht. Lehrer*innen haben zwar die Pflicht sich ständig weiter zu bilden, werden aber durch solche Regelungen dabei behindert. Angemessener Online Unterricht kann nur stattfinden, wenn Lehrer*innen lernen, wie sie diesen gestalten können.

11. Einheitliches Bildungskonzept während des Distanzunterricht!
Wir fordern, dass an allen Schulen ein einheitliches Bildungskonzept im Distanzunterricht durchgesetzt wird. Viele Schulen, wie auch vereinzelte Lehrer, unterscheiden sich stark in ihrem Vorgehen im Distanzunterricht, was die Chancengleichheit der Schüler stark beeinträchtigt.

12. Einheitliche Maßnahmen an Schulen gebunden an Inzidenzzahlen 
Im März 2020 wurde bei weitaus niedrigeren Inzidenzzahlen anders reagiert als vor den Weihnachtsferien – und nach den Weihnachtsferien mit ähnlichen Inzidenz zahlen werden andere Maßnahmen ergriffen. Wir sagen: Man sollte die Maßnahmen in Schulen fest an Inzidenzen knüpfen, das macht die Maßnahmen transparenter und nachvollziehbarer.

13. Voraussetzungen für digitalen Unterricht schaffen!
(Netzausbau, IT-Fachkräfte an jeder Schule)
Um Onlineunterricht angemessen durchführen zu können, brauchen Schulen IT- Fachkräfte, die sich z.B. mit der Wartung und Einstellung von Systemen beschäftigen. Auch muss dafür gesorgt werden dass das Internet kein Neuland mehr ist – nicht nur dass wir im digitalen Zeitalter leben – auch die Pandemie erfordert, dass Bildung auf digitalem Weg erfolgen kann. Eine Chancenungleichheit auf Bildung, die durch den inkonsistenten Netzausbau entsteht, ist die logische Konsequenz und darf so nicht stehen gelassen werden.


Teilt diesen Beitrag mit euren Mitschülerinnen und Mitschülern, damit das Hessische Kultusministerium und die Verwaltungsämter wissen, dass wir uns die aktuelle Situation nicht gefallen lassen!

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